Inselzauber fernab des Massentourismus‘

Geheimtipps für den Mallorca-Urlaub

Mallorca Insidertipps

Mallorca – das muss nicht immer bunte Abende am Balneario No 6, ein Spaziergang durch Palma oder einen reinen Strandurlaub bedeuten, obwohl all jene Sachen zu einem Urlaub auf dieser Insel dazugehören: Die Kathedrale in Palma de Mallorca ist eine architektonische Augenweide und einige Strände der Insel zählen zu den schönsten im Mittelmeerraum. Doch die größte der Baleareninsel hat trotz ihrer Beliebtheit auch einige Orte zu bieten, die Inselurlaubern noch nicht so sehr erschlossen sind. Denn Mallorca ist stets im Wandel, was auch heißt, dass immer wieder neue, zauberhafte Orte entstehen, die zum Geheimtipp taugen. Überall auf der Insel versteckt, gibt es Orte wie kleine Juwelen, die einem Urlaub auf Mallorca erst richtig Glanz verleihen.

Ein paar dieser anziehenden Orte fernab des Massentourismus' stellen wir Ihnen hier vor.

Strand und Meer

Sommerwelle Der Sandstrand von Sant Elm/San Telmo

Im westlichsten Zipfel der Insel liegt die kleine Ortschaft Sant Elm (San Telmo), in der gerade einmal rund 80 Einwohner leben. Dieser einstige Lieblingsort der Piraten ist ein herrlicher Fleck, um sich in die seichten Arme des Mittelmeers zu werfen oder um sich in aller Ruhe zu sonnen. Der Blick gleitet hinaus auf türkisfarbene Gewässer, auf denen dann und wann die weißen Segel kleiner Schiffe zu sehen sind. Sehr viele andere Touristen sucht man hier vergebens, denn die Straße, die nach Sant Elm führt, ist so eng, dass größere (Reise-)Busse sie nicht passieren können.

Von dem kleinen Strand aus genießt man einen Blick auf die Inseln Pantaleu und Sa Dragonera. Erstere grenzt an ein Meeresreservat und wenn man zu den besseren Schwimmern gehört, kann man dorthin schwimmen. Heißt das Ziel Sa Dragonera, führt der Weg um die Fähre nicht herum: Der Weg lohnt sich aber schon allein wegen des Vogelreservats, welches Besucher dort erwartet.  

Sa Ràpita, Coll Baix und die Buchten von Cala San Vicenç

In Sa Ràpita, einem kleinen Dorf in der Südspitze Mallorcas, gibt es zwei der schönsten Strände der Insel. Ses Covetes und ganz besonders Es Trenc, der von Pinienwäldern umsäumte weißsandige Strand, der es mit manchen aus der Karibik aufnehmen kann. Hier ist das Wasser so klar, dass man sich schnell in einer Katalogwerbung vermuten könnte. Der flache Einstieg ist besonders für Kleinkinder geeignet. Der Yachtclub Sa Ràpitas ist das Herzstück des Ortes und der Grund, warum hier viel Wassersport betrieben wird. Übrigens: Am Hafen findet man eine Handvoll guter Fischrestaurants – unbedingt probieren!

Tolle Strände, die nicht zu überlaufen sind, gibt es tatsächlich noch. Man muss nur wissen, wie man hin kommt. Der Strand von Coll Baix ist beispielsweise nur zu Fuß zu erreichen. Von der letzten Parkmöglichkeit aus geht es gut eine halbe Stunde durch ein Waldstück und an einem Felsen entlang, bis man den Kieselstrand erreicht. Einmal angekommen wird man jedoch durch das klare, türkisfarbene Wasser entlohnt.

Cala San Vicenç ist ein ruhiger Ort im zerklüfteten Norden der Insel, am Cavall Bernat. Gleich vier kleine Buchten nennt der Ort sein Eigen. Die Cala Barques ist dabei die familiärste der Buchten. Klares Wasser und atemberaubende Sonnenuntergänge inklusive!

Kulinarik

Weinverkostung Grillplätze auf dem Puig de Sant Salvador und das Kloster Sant Salvador

Knapp 500 Meter über Normalnull befindet sich auf dem Berg Puig de Sant Salvador ein Picknickbereich, der mit Grillplätzen versehen ist. Hier kann man jedoch nicht nur Würstchen braten, sondern auch einen herrlichen Blick auf die Bucht von Alcudia genießen. Besonders schön ist der Ort kurz vor Sonnenuntergang, wenn die Bucht und die vorgelagerten Halbinsel Sa Victoria und Ferrutx in ein weiches, goldrotes Licht getaucht werden.

Nur einen Steinwurf entfernt befindet sich das Kloster Monasteri de Sant Salvados, in dem sich auch ein Hotel befindet. Wunderschöne Außenanlagen laden zum Lustwandeln und Erholen ein. Von der Außenterrasse hat man einen wunderbaren Blick auf die Landschaft, der durch einen kühlen Drink oder einen leckeren Kaffee noch viel lebendiger wird.

Markt und Weinverkostung in Santa Maria del Cami

Sonntags ist in Santa Maria del Cami Markttag. Dann tummeln sich die Mallorquiner an den Lebensmittelständen und  auf dem Platz vor der Kirche, wo ein Biomarkt stattfindet. Der Ort ist nicht nur die Heimat vieler guter Bodegas, in denen man sich Wein aus dem Fass abzapfen lassen kann, bringt man seine eigene Flache mit; am Ortsrand befindet sich das mehrfach preisgekrönte Weingut Macia Batle. Das ganze Jahr hindurch kann man hier an Führungen mit Verkostung teilnehmen. Tapas olé!

Atmosphäre, Eis und Ensaïmadas

Von außen ist die Horchateria y Chocolateria Ca’n Joan de S’Aigo unauffällig. Ziemlich versteckt in einer der Straßen Palmas, in der Nähe der Kirche St. Eulalia, liegt dieses Café, das bei seinen größtenteils spanischen Stammkunden sowohl für sein nostalgisches Ambiente als auch für seine Ensaïmada (mallorquinisches, gefülltes Gebäck) bekannt ist. An heißen Tagen genießt man gerne auch eine Portion der hausgemachten Eiscreme, lässt den Blick über die Inneneinrichtung gleiten und fühlt sich, als wäre die Zeit gerade stehen geblieben. 

Die Caféteria des Klosters Cura

Den wohl idyllischsten Ausblick auf die Bucht von Palma hat man vom Kloster Santuari de Cura aus, das auf dem Berg Randa thront. In der ehemaligen Klosterbibliothek ist heute eine Caféteria untergebracht, dort werden typisch mallorquinische Küche und ausschließlich hausgemachte Speisen serviert.
 

Spiel, Spaß und Kultur

Gebirge Die Gärten von Sa Torre Cega

Einst gehörte die imposante Villa dem mallorquinischen Bankier und Milliardär Juan March, der das Gebäude als Ferienresidenz nutzte. Heute werden in den Räumen des Gebäudes nicht nur Kunstsammlungen ausgestellt; Sa Torre Cega wird von wunderschönen, üppigen Gärten umgeben. Seerosenteiche, Brunnen, Orangenbäume und Skulpturen erwarten die Besucher hier. Zur Besichtigung ist eine Anmeldung im Tourismusbüro Cala Ratjadas notwendig. Danach kann die Tour durch die zauberhaften Gärten beginnen.

Piraten ahoi!

Kleine Inselabenteurer werden hier einen der schönsten Urlaubstage verbringen, denn Barbara Martins Piratentouren beschäftigen die Kids nicht nur auf höchst vergnügliche Weise, sondern verpflegen hungrige Freibeuter, während die Pirateneltern einmal richtig schön entspannen können: Los geht’s beim Ponyreiten auf der Ranch, wo auch das Füttern von Papageien, das Zähmen von Lamas und das Abtauchen im Bällebad auf dem Programm steht. Im Laufe des Tages steht nicht nur ein Besuch beim Zauberbrunnen an; Piratenschmaus, Flaschenpost und Schatzsuchen gehören ebenfalls zur Freibeuterexpedition wie die Piratenwasserschlacht im Meer. Augenklappe nicht vergessen!

Auf hoher See im Norden, Türme bauen im Süden

Vielleicht kein Geheimtipp, aber trotzdem ein Spaßbringer für Familienurlaube, bei dem man sich nicht mit Dutzenden anderen Touristen in die Quere kommt: Paddeln in Pollença ist sowohl für die größeren als auch die kleineren Urlauber eine tolle Idee für einen Nachmittag nicht am, sondern auf dem Meer.

Im Süden der Insel, am Cap Ses Salines, gibt es nicht nur eine wunderschöne, unbebaute Küste, sondern auch kleine Kuriositäten: hier häufen sich an der Felsküste kleine Türmchen aus Steinen. Ursprünglich waren diese Steintürmchen als Wegweiser für Wanderer gedacht, heute stehen sie an dieser Stelle als ein "Jux" – wenn man am Kap vorbeikommt gehört das Errichten eines Steintürmchens schon fast dazu und die Kinder werden eine riesige Freude daran haben, die "richtigen" Steine herauszusuchen.

Diese Artikel könnten Ihnen auch gefallen

Club Family Permium Partner