Hoch über den Wolken – Baby an Bord?

Fliegen mit Baby

Fliegen mit Baby

Sie sind das Wetter in Deutschland satt und freuen sich auf Sonne und Meer? Sie können es kaum erwarten, in den lang ersehnten Urlaub zu fliegen? Dieses Jahr freuen Sie sich auf den ersten Urlaub mit Baby? Eigentlich zieht es Sie wieder in den heißen und sonnigen Süden, aber dazu müsste das Baby mit fliegen. Geht das überhaupt? Ist Fliegen mit Baby gefährlich? Ab wann darf ein Baby mit an Bord und was muss man alles beachten? Welchen Service gibt’s für Babies an Bord?

Noch ganz klein, aber schon ganz weit oben

Fliegen mit Baby bedarf einer ausgiebigen Planung. Klären Sie vor Ihrem Flug alles ab, damit Ihr Urlaub schon entspannt beginnt. Ihr Baby muss bei den meisten Fluggesellschaften ein Mindestalter von zwei Wochen haben. Empfehlenswert ist es allerdings, mit dem ersten Flug zu warten, bis das Kind drei bis fünf Monate alt ist. Dies gilt vor allem bei der Inanspruchnahme größerer internationaler Flughäfen, da das Baby mit weniger als drei Monaten noch nicht über alle notwendigen Impfungen verfügt und das Immunsystem daher noch sehr angreifbar für Krankheiten ist. Sind die Impfungen vorhanden, fliegt es sich doch gleich viel entspannter und dem Urlaub steht nichts im Wege.

Muss sich mein Baby ausweisen können?

Eine weitere wichtige, unbedingt vorab zu klärende Frage stellt sich nach den Reiseunterlagen für Ihr Kind. Informieren Sie sich rechtzeitig darüber, ob an Ihrem Urlaubsort ein Reisepass für das Baby vorgezeigt werden muss oder ob es ausreicht, wenn das Kind in den Ausweisen der Eltern eingetragen ist. Beachten Sie den Zeitraum, den die Bearbeitung aller eventuell notwendigen Dokumente erfordert!

Eigener Sitz für das Baby oder doch lieber auf dem Schoß?

Viele Airlines bieten heute extra Sitzplätze für Eltern mit Babies an Bord an. Eine Reservierung dieser begehrten Plätze, die meist in der ersten Reihe liegen und mit einer speziellen Babyschale zum Hineinlegen des Kindes ausgestattet sind, sollte frühzeitig geschehen. Außerdem eignen sich an Bord Sitze mit mehr Beinfreiheit, um die man unmittelbar beim Check-in bitten kann. Wurde für das Baby kein eigener Sitzplatz gebucht, zahlt man meist nur eine geringe Pauschale, die für Kleinkinder bis zum zweiten Lebensjahr gilt. Bucht man für das Kind hingegen gemeinsam mit dem Flug einen eigenen Platz, wird der Kinderpreis fällig, der je nach Fluggesellschaft variiert.
Auch wenn das Kind noch sehr klein ist und man meint, es an Bord eigentlich auf dem Schoß halten zu können, sollte man sich allein wegen des zusätzlichen Raumes vorab über die Buchung eines weiteren Sitzes an Bord Gedanken machen, denn auch zwei bis drei Stunden mit einem Kind auf dem Schoß können durchaus sehr lang werden.

Kein Stress! Check-in, Boarding, Reisegepäck, Handgepäck

Der Vorabend Check-in wird heute von fast allen Airlines angeboten. Er bietet sich an, um den Stress am eigentlichen Reisetag deutlich zu reduzieren. Sie sind sicher aufgeregt, wenn Sie das erste Mal mit Baby fliegen und sind froh über jede Vorausplanung. Vielleicht sind Oma und Opa ja so nett, auf das Baby aufzupassen, damit sich Mama und Papa am Vorabend erst einmal in aller Ruhe um das Gepäck kümmern können. Ohne das lästige Reisegepäck und dafür bereits ausgestattet mit allen nötigen Bordkarten und dem nötigen Handgepäck, reist es sich am nächsten Tag doch gleich viel entspannter. Genaue Informationen zu Uhrzeit und Check-in Schalter Ihres Vorabend Check-ins erfragen Sie direkt bei Ihrer Fluggesellschaft. Beim Boarding am Reisetag haben Familien mit Kleinkindern meist Vorrecht. Sie dürfen häufig als erste in aller Ruhe die Maschine betreten und ihre Plätze an Bord beziehen.

In Sachen Reisegepäck ist die Mehrheit der Fluggesellschaften recht familienfreundlich. Sie erlauben Reisenden mit Kleinkindern oftmals zusätzliche zehn bis zwanzig Kilogramm gratis mitzuführen. Das gilt auch ohne eigentliche Sitzplatzreservierung für das Kind. Kinderwagen, Reisebettchen und anderes notwendiges, sperriges Reisegepäck wird als Sperrgepäck aufgegeben und vom Personal besonders sorgfältig behandelt.
Der häufig an Flughäfen angebotene Buggy-Service ermöglicht es Ihnen, Ihren Kinderwagen für das Baby noch bis zum Gate zu behalten. Erst dort wird er Ihnen vom Bodenpersonal abgenommen und flugsicher verstaut, so dass Sie ihn direkt nach der Landung am Gate wieder in Empfang nehmen können. So wird Fliegen mit Baby leicht gemacht!

Baby an Bord

Das wichtigste für das Fliegen mit Baby ist das dafür zusammengestellte Handgepäck, denn an Bord können Sie nicht einfach kaufen, was Sie vergessen haben. Babies unter 12 Monaten sind meist etwas geduldiger als größere Kinder. Dennoch ist es wichtig, den Nachwuchs, egal welchen Alters, während des Fluges bei Laune zu halten. Spielsachen, Babydecke, Teddybär oder Bilderbücher dürfen daher auf keinen Fall fehlen. Aber auch Medikamente, Windeln und Babynahrung sollten in ausreichendem Umfang mit ins Handgepäck genommen werden. Für den Fall, dass sich Ihr Baby während des Fluges übergibt, sind auch Kleidungsstücke zum Wechseln ratsam. Aufgrund der kühlen Luft über den Wolken kann auch die Mitnahme einer Mütze für das Kind nicht schaden. Essen oder Trinken, vor allem bei Start und Landung, helfen dem Baby, mit dem Druckausgleich zurechtzukommen. Wegen der Sicherheitsvorschriften brauchen Sie sich in diesem Fall keinerlei Gedanken zu machen. Babynahrung und -pflegeprodukte sind an Bord weiterhin erlaubt und müssen allenfalls bei den Kontrollen einmal vor den Sicherheitsbeamten von Ihnen verkostet werden.
Wenn man also ein wenig Acht gibt, ist das Fliegen mit Baby ganz unkompliziert. Worauf warten Sie also noch? Heben Sie ab!

 

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