Worauf Sie im Mallorca-Urlaub besonders achten sollten

Bloß nicht – wichtige Hinweise!

Wichtige Hinweise Mallorca-Urlaub

Wie würde wohl ein Mallorquiner den typisch deutschen Mallorca-Touristen beschreiben? Knallrote Haut nach dem Sonnenbad, Socken in den Sandalen und Liegestuhlreservierungen mittels Handtuch um vier Uhr morgens – nicht nur für diese fragwürdigen Angewohnheiten sind wir wohl weltweit bekannt.

Generell benehmen wir uns im Mallorca-Urlaub gerne wie zu Hause – kein Wunder, denn in ‚Deutschlands 17. Bundesland‘ kann man sich nur wohlfühlen! Leider gerät das Sprichwort „Andere Länder, andere Sitten“ bei vielen Urlaubern schnell in Vergessenheit. Dabei lauern auch auf Mallorca Fettnäpfchen und Touri-Fallen zuhauf! Wer gegen örtliche Gebräuche verstößt und Gewohnheiten und Vorschriften missachtet, kann sich nicht nur ordentlich in die Brennnesseln setzen und die Insulaner vor den Kopf stoßen, sondern sich selbst auch in gefährliche Situationen bringen.

Wir haben Ihnen im Folgenden eine Liste von Dingen zusammengestellt, die Sie in einem Urlaub auf Mallorca unbedingt vermeiden sollten und geben Ihnen Tipps, worauf Sie besonders achten sollten.

Die beliebtesten Fettnäpfchen und ärgerlichsten Touri-Fallen

Leitungswasser im Hochsommer trinken

Im Allgemeinen ist Mallorca mit Trinkwasser ausreichend versorgt. Im Hochsommer kann es unter Umständen zu Engpässen kommen, wenn das Trinkwasser privaten Brunnen entnommen wird. Dieses kann in den Sommermonaten ziemlich salzhaltig sein, weil dann der Grundwasserspiegel sinkt und Meerwasser nachsickert. Aus diesem Grund ist es nicht empfehlenswert, bedenkenlos jeden Wasserhahn auf der Insel anzuzapfen – vielmehr raten wir Ihnen, im Hochsommer ausschließlich abgefülltes Mineralwasser aus Flaschen zu trinken.

Rote Fahnen ignorieren

Überall auf der Insel werden Sie an den Stränden bunte Fahnen wehen sehen. Die verschiedenen Farben weisen auf mögliche Gefahren beim Baden hin: Grün bedeutet, dass Sie und Ihre Kids unbesorgt im Wasser plantschen können. Gelb weist auf ein unruhiges Meer hin, das oft durch Wetterumschwünge bedingt ist und das weites Hinaustreiben gefährlich macht. Rot signalisiert Ihnen, dass das Baden im Meer gänzlich verboten ist, weil die Wellen zu hoch sind oder Unterströmungen bei starker Brandung die Rückkehr an Land gefährden. Sollten Sie am Strand eine rote Fahne entdecken und Ihre Kinder trotzdem im Wasser baden lassen, handeln Sie fahrlässig und bringen Ihren Nachwuchs in Lebensgefahr.

Liegestühle am Strand ohne Einwilligung nutzen

Auf der Insel gibt es keinerlei Privatstrände; privater Grundbesitz beginnt auf Mallorca erst sechs Meter vom Meer entfernt. Somit dürfen Sie sich an allen Stränden und Buchten aufhalten – und Schilder mit der Bezeichnung "privado" oder "particular" können einfach ignoriert werden. Ohne Einwilligung der Besitzer am Strand dürfen Sie jedoch nicht die Sonnenschirme oder die dort aufgestellten Liegen benutzen.

Den Restaurant-Knigge missachten

In spanischen Restaurants sieht man es nicht gerne, wenn Gäste gleich bei ihrer Ankunft einen Tisch besetzen. Völlig verpönt ist es, sich in einem vollen Restaurant irgendwo dazusetzen zu wollen. Warten Sie also besser ab, bis der Maître oder der Kellner Ihnen einen Tisch zuweist. Die Anzahl der Personen, die dann in der Regel abgefragt wird, können Spanischunkundige ganz einfach mit den Fingern anzeigen. Der Mallorca-Knigge besagt im Übrigen, dass jeder am Tisch (abgesehen von den Minis) wenigstens ein Tellergericht bestellt. Sie sollten es tunlichst unterlassen, einen Teller für zwei oder gar drei Personen zu bestellen. Nichts können die Mallorquiner weniger verstehen als das Sparen am Essen! Nach dem Essen ist es unüblich, "zahlen!" (pagar) zu rufen – fragen Sie besser nach der Rechnung: "La cuenta, por favor." Für gewöhnlich zahlt man die gewünschte Summe und lässt etwa fünf bis zehn Prozent Trinkgeld auf dem Tisch liegen.

Fischteller ohne Preisangabe bestellen

Vorsicht ist geboten, wenn in Restaurants Fischgerichte und Meeresfrüchte ohne Preisangabe auf der Speisekarte stehen. Bestellen Sie also diese Gerichte nie, ohne das Meeresgetier vorher auswiegen zu lassen und nach dem Kilopreis zu fragen. Ansonsten könnte es zu bösen Überraschungen in der Urlaubskasse kommen, denn Spezialitäten aus dem Meer sind auch auf Mallorca sehr teuer.

Auf überteuerte Kutscher hereinfallen

Allzu beliebt bei Mallorca-Urlaubern sind die Kutschfahrten, die vielerorts angeboten werden. Nicht alle Kutscher verstehen unter dem Wort "Führung" jedoch das Gleiche wie Sie. Unser Tipp: Handeln Sie unbedingt vor Fahrtantritt den Preis aus und zahlen Sie für 30 Minuten niemals mehr als 40 Euro.

"Nelkenfrauen" Aufmerksamkeit schenken

Überall in Palma und in den touristischen Zentren sieht man sie – die jungen Damen, die Ihnen Nelken entgegenhalten und Sie ansprechen. Hierbei handelt es sich meistens um Gitanas, also Zigeunerinnen, die selten allein auftreten und mit diesem Trick schon so manche Urlaubskasse reduziert haben. Lehnen Sie entschieden ab, wenn Ihnen die Blumen angeboten werden und achten Sie unbedingt auf Ihre Handtasche.

An Hütchenspielen teilnehmen

Hütchenspieler werden Ihnen nicht nur an der Playa de Palma in großer Anzahl begegnen. Lassen Sie bloß die Hände davon! Die betrügerischen "Trileros", wie sie in Spanien heißen, haben leider schon allzu vielen gutgläubigen Urlaubern das Geld aus der Tasche gezogen – denn die Mitspieler verlieren aufgrund allerlei Falschspielertricks der Betrüger so gut wie immer. Und falls doch mal jemand gewinnt, können Sie davon ausgehen, dass es sich hierbei um einen Lockvogel des "Trileros" handelt.
 

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